FELI FILU
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MaNn / fRaU

Männer und Frauen neigen dazu, in alltäglichen Situationen recht unterschiedlich zu reagieren. Hier sehen wir das am Beispiel der Situation, frau/man hat sich in den Finger geschnitten.

Frauen:
- denken "aua"
- stecken den Finger in den Mund, damit das Blut nicht durch die Gegend tropft
- nehmen mit der anderen Hand ein Pflaster aus der Packung, kleben es drauf und machen weiter

Männer:
- schreien "Scheisse"
- strecken die Hand weit von sich
- sehen in die andere Richtung, weil sie kein Blut sehen können rufen nach Hilfe
- derweil bildet sich ein unübersehbarer Fleck auf dem Teppichboden
- müssen sich erst mal setzen, weil ihnen auf einmal so komisch wird und hinterlassen dabei eine Spur wie bei einer Schnitzeljagd
- erklären der zu Hilfe Eilenden mit schmerzverzerrter Stimme, sie hätten sich beinahe die Hand amputiert
- weisen das angebotene Pflaster zurück, weil sie der festen Überzeugung sind, daß es für die groß Wunde viel zu klein sei
- schlagen heimlich im Gesundheitsbuch nach, wieviel Blutverlust ein durchschnittlicher Erwachsener überleben kann, während sie in der Apotheke große Pflaster kauft
- lassen sich mit heldenhaft tapferem Gesichtsausdruck das Pflaster aufkleben
- wollen zum Abendessen ein großes Steak haben, um die Neubildung der roten Blutkörperchen zu beschleunigen
- lagern vorsichtshalber die Füße hoch, während sie schnell mal das Fleisch für ihn brät
- verlangen dringend nach ein paar Bierchen gegen die Schmerzen
- heben das Pflaster an, um zu sehen, ob es noch blutet, während sie zur Tankstelle fährt und Bier holt
- drücken solange an der Wunde rum, bis sie wieder blutet
- machen ihr Vorwürfe, sie hätte das Pflaster nicht fest genug geklebt
- wimmern unterdrückt, wenn sie vorsichtig das alte Pflaster ablöst und ein neues draufklebt
- können aufgrund dieser Verletzung diesen Abend leider nicht mit ihr Tennis spielen und trösten sich statt dessen mit dem Europapokalspiel, das ganz aufällig gerade im Fernsehen läuft
- sie bemüht sich derweil um die Flecken im Teppich
- schleichen sich nachts in regelmäßigen Abständen aus dem Bett, um im Bad nach dem verdächtigen roten Streifen zu forschen, der eine Blutvergiftung bedeutet und sind demzufolge am nächsten Tag völlig übernächtigt und übellaunig
- nehmen sich vormittags zwei Stunden frei für einen Arztbesuch, um sich nur zur Sicherheit bestätigen zu lassen, daß sie wirklich keine Blutvergiftung haben
- klauen nachmittags aus dem Notfallpack im Aufenthaltsraum der Firma eine Mullbinde, lassen die blonde Sekretärin die Hand bandagieren und genießen ihr Mitgefühl
- dermaßen aufgebaut gehen sie abends zum Stammtisch und erzählen großspurig, daß die "Kleinigkeit" wirklich nicht der Rede wert wäre.

ENGEL

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.
Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld.

Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können?
"Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben."

"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel.

"Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden konnte.

Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.

Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist.

Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist...

Manche Leute kommen in unser Leben und gehen schnell...

Manche Leute werden Freunde und bleiben ein bisschen...wunderschöne Fußabdrücke auf unseren Herzen hinterlassend...
und wir sind ziemlich ähnlich, weil wir eine Freundschaft geschlossen haben.

INSEL DER GEFÜHLE
Vor langer Zeit existierte einmal eine wunderschöne, kleine Insel.Auf dieser Insel waren alle Gefühle der Menschen zu Hause: Der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all die vielen anderen Gefühle. Natürlich lebte auch die Liebe dort. Eines Tages wurde den Gefühlen jedoch überraschend mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel. Bevor die Insel sank, bat die Liebe die anderen um Hilfe. Als der Reichtum auf einem sehr luxuriösen Schiff die Insel verließ, fragte ihn die Liebe: "Reichtum, kannst du mich mitnehmen?" "Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich." Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam. "Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?" "Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen", antwortete der Stolz, "hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen." Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: "Traurigkeit, bitte nimm du mich mit." "Oh Liebe", sagte die Traurigkeit, "ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss." Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief. Plötzlich aber rief eine Stimme: "Komm Liebe, ich nehme dich mit." Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie ganz und gar vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen. Später fragte die Liebe das Wissen:
"Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?" "Ja sicher", antwortete das Wissen, "das war die Zeit." "Die Zeit?" fragte die Liebe erstaunt,
"Warum hat mir die Zeit denn geholfen?" Und das Wissen antwortete:
"Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist."

GLÜCK
Der Regen tropfte vom Dach und rann dann in langen, linienförmigen Bächen an den Seitenfenstern hinab. Die Scheibenwischer arbeiteten permanent. Ich schaute hinaus. Der Himmel war grau und verhangen. Es sah nicht nach Besserung aus.
Jan fluchte leise: „Auch das noch, da vorn ist ein Stau,“
Ich lehnte mich zurück und sah die vielen roten Rücklichter immer näher kommen. Jan bremste, auf der nassen Strasse rutschten wir ein wenig; ich spürte es. Ich machte das Radio an, bemerkte, dass der empfang wegen des Wetters miserabel war und stellte es wieder aus. Jan ließ den Motor laufen und lehnte sich nun auch zurück.
„Na, ist halt nicht zu ändern. Dann kommen wir eben später nach Haus.“ Vor uns bewegten sich ein paar Autos, es ging weiter. Doch dann nach zehn oder zwanzig Metern standen wir endgültig. Jan wartete ein bisschen, dann stellte er den Motor ab.
„Wahrscheinlich ein Unfall, hoffentlich ist niemand verletzt.“ Ich nickte.
„Möchtest du etwas essen? Ich habe ein paar Brötchen geschmiert.“
Jan sah mich erfreut an, dann nahm er mich in den Arm und gab mir einen Kuss. „Was für ein Glück, dass ich dich habe.“
Ich beugte mich hinunter und holte die Brötchen aus dem Proviantkorb. Lächelnd sah ich ihm beim Essen zu. Mir gingen Jans Worte durch den Kopf: Was für ein Glück, dass ich dich habe. Bei Jan wusste man nie genau, ob er etwas ernst meinte.
„Woran denkst du?“
„Daran, was du grade gesagt hast. War das ernst gemeint?“
Jan sah mich an: „Natürlich, ich bin wirklich froh, dass ich mit dir zusammen bin.“
Ich nahm Jans Hand und schaute wieder aus dem Fenster. In dem roten Mercedes vor uns steckte sich ein Mann gerade eine Zigarette an.
„Jan, was ist Glück?“
„Glück, ich weiß nicht, Glück kann vieles sein.“
Der Himmel war nun doch etwas heller geworden, es nieselte nur noch. Sogar die Sonne versuchte, hinter den Wolken hervorzukommen.
„Ja, da hast du Recht. Was für ein Glück wäre es für uns, wenn sich dieser Stau endlich auflöste!“
Jan lachte, wurde dann aber ernst: „Du hast etwas Wichtiges vergessen: die Liebe.“
„Die Liebe ist nicht immer Glück. Was wäre, wenn nur ich dich lieben würde und du mich nicht?“
Der Mann im Mercedes hatte seine Zigarette inzwischen aufgeraucht, und warf die Kippe auf die Strasse.
Jan sah mich nachdenklich an: „Sicher, das stimmt. Und trotzdem könntest du ohne Liebe nicht leben. Stell dir vor, niemand würde dich mögen: deine Eltern nicht, dein Bruder nicht, deine Freunde nicht. Wärst du dann glücklich?“
„Nein, natürlich nicht. Ich glaube, dass Liebe mit viel Glück zu tun hat, aber trotzdem muss Liebe nicht unbedingt Glück bedeuten.“
Die Sonne hatte es geschafft: die Wolken waren verdrängt. Ich wurde von den durchbrechenden Strahlen so geblendet, dass ich die Augen schließen musste.
„Du sprichst die ganze Zeit nur von dem Glück. Dabei gibt es so viele Kleinigkeiten, die einen glücklich machen können. Sind die nicht auch wichtig?“
Die Sonnenstrahlen kitzelten mich auf der Nase, während ich überlegte. „Wahrscheinlich hast du Recht. Ein Mensch braucht Glück, auch wenn es sich nur um eine Kleinigkeit handelt. Aber warum können wir dann nicht immer glücklich sein? Stell dir vor, es gäbe überhaupt kein Unglück auf der Welt. Wäre das nicht schön?“
Jan schüttelte langsam und bedächtig den Kopf.
„Du vergisst eines, wenn wir nicht traurig sein könnten, wenn wir nicht wüssten, was dieses Gefühl bedeutet, woher sollten wir dann das Glück kennen, wie uns glücklich fühlen? Das Unglück hat, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist das einzugestehen, dieselbe Berechtigung wie das Glück. Und außerdem lässt sich Glück nicht bestimmen, du kannst nicht sagen: Glück ist Liebe, Glück ist Freundschaft. Glück ist eine Empfindung, die einem das Leben verschönt und die für jeden Menschen was Eigenes darstellt.“
Eine Weile war es ruhig. Ich dachte über das Gehörte nach. Neben uns, auf der rechten Fahrspur, stellte ein Mann den Motor an. Weiter vorne bewegten sich die Autos bereits.
Ich sah wieder Jan an: „Eigentlich ist es schön, dass es etwas gibt, das die Menschen nicht beherrschen oder mit Geld kaufen können.“ Jan lächelte und nahm mich in den Arm: „Eben, sei doch einfach froh, dass du glücklich sein kannst.“
Ich schlang beide Arme um Jan und lächelte: „Ich bin glücklich.“

WARUM??
Warum, Mami?
Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an deine Worte.
Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken
und so trank ich keinen Alkohol!

Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso,
wie du es vorher gesagt hattest.
Ich hab vor dem Fahren nichts getrunken,
auch wenn die anderen
sich mokierten.

Ich weiss, dass es richtig war und dass du
immer recht hast.
Die Party geht langsam zuende und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg, Mami,
wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen
würde - aufgrund deiner Erziehung -
so verantwortungsvoll und fein!

Ich fuhr langsam an und bog in die Strasse ein.
Aber der andere Fahrer sah mich nicht und
sein Wagen traf mich
mit voller Wucht!

Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den
Polizisten sagen,
der andere sei betrunken!
Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss!
Ich liege hier im Sterben, Mami,
ach bitte, komm doch schnell.

Wie konnte mir das passieren?
Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon!
Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste
von mir!
Ich höre den Arzt sagen,
dass es keine Hilfe mehr für mich
gibt.

Ich wollte Dir nur sagen, Mami,
ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken!
Es waren die anderen,
die haben einfach nicht nachgedacht!

Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich.
Der einzige Unterschied ist nur -
er hat getrunken,
und ich werde sterben!

Warum trinken die Menschen, Mami?
Es kann das ganze Leben zerstören.
Ich habe jetzt starke Schmerzen,
wie Messerstiche, so scharf!

Der Mann, der mich angefahren hat, Mami,
läuft herum
und ich liege hier im sterben.
Er guckt nur dumm.

Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami.
Und Papi soll tapfer sein.
Und wenn ich dann im Himmel bin, schreibt:
*Papis Mädchen*
auf meinen Grabstein.

Jemand hätte es ihm sagen sollen,
nicht trinken und dann fahren!
Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami,
würde ich noch leben!

Mein Atem wird kürzer, ich habe grosse Angst.
Bitte weine nicht um mich, Mami.
Du warst immer da, wenn ich dich brauchte!

Ich habe nur noch eine letzte Frage,
bevor ich von hier fortgehe:
Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken,
warum bin ich die jenige,
die sterben muss...

Warum??

Verängstigt, voller Scham und Angst sitz ich in der Ecke,
mache mich ganz klein, mich darf doch keiner sehen.
Drücke die Hand von meinem Zwillingsbruder ganz doll,
zu doll, es tut ihm sicher weh.
Doch er sagt nichts, lässt mich nicht los, lässt mich nicht allein.
Er will mich beschützen, doch kann er es nicht,
ist doch noch viel zu klein, grad erst vier,
und doch schon so ernst, so schweigsam, so traurig.
Er kann nichts machen, genauso wenig wie ich.
Ich muss weinen, er sieht mich an, Nicht weinen!
Sagt er und doch laufen ihm selbst die Tränen übers Gesicht.
Kann nichts machen, hilflos, machtlos, zu klein!
Die Tür geht auf, er ist da, Papi ist zu Hause.
Hab Angst! Drücke die Hand fester zu, darf das nicht zu doll,
es tut ihm doch weh, lasse etwas locker.
Bitte nicht, bitte, bitte nicht, geht es mir immer wieder durch den Kopf.
Doch es ist sinnlos, es wird passieren, wieder passieren,
so wie jeden Tag,
Er ist da. Gleich kommt er! BITTE NICHT... Doch er kommt.
Hier seit ihr ja! er lächelt, ich hab Angst!
Komm mein Engelchen, komm zu Papi!
Hab solche Angst!
Er hebt mich hoch, hebt mich einfach hoch, will das doch nicht.
Lasse meinen Bruder nicht los, klammere mich an ihm fest.
Bitte nicht loslassen, lass mich nicht allein.
Er kann sie lesen, meine Gedanken, ich weiß es genau,
und er lässt nicht los, seine kleine Hand umklammert meine ganz fest.
Nicht loslassen!
Doch Papa ist stärker er zerschlägt unsere Hände,
ich will sie wieder greifen, lass mich nicht allein, bitte!
Ich weine, schreie, will nicht!
Er weint auch, guckt mir nach, uns nach, Papa und mir.
Er zittert, er weint, er schreit meinen Namen.
Schreit Papa an! Was sagt er? Ich verstehe es nicht,
ich höre seine Worte nicht, er bewegt doch seine Lippen,
warum höre ich seine Worte nicht...
Was sagt er, will wissen was er sagt!
Sehe ihn nicht mehr, die Tür geht zu, hinter mir, hinter uns.
Bin ja auf Papas Arm. Wir gehen ins Schlafzimmer,
will nicht! BITTE! Hab Angst!
Er lächelt. Freut sich, es macht ihm Spaß.
Nicht weinen, Engel sagt er. Bin doch jetzt bei dir,
bin doch lieb zu dir, sei du doch auch lieb zu mir!
Kann nichts machen, kann mich nicht wehren.
Er streichelt mich, will das nicht, nicht an diesen Stellen,
warum streichelt er mich da?
Nein! flüstere ich immer wieder.
Kann nix machen, bin doch so klein, zu klein.
Muss lieb sein, sein Engel sein, hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi!
Er küsst mich, überall, will das nicht, nicht an diesen Stellen.
Weine, sie tun weh, die Tränen, sie brennen wie Feuer.
Warum da? Warum an diesen Stellen?
Muss ihn auch küssen, warum? Will das nicht! Muss ihn küssen, überall!
Komm, sei mein Engelchen, sei lieb zu Papi!
Will lieb sein, will sein Engel sein,
hab ihn doch lieb, er hat mich doch auch lieb, oder...
Ja, ist doch mein Papi.
Jetzt legt er sich auf mich,
er ist schwer, so schwer. Er wiegt so viel, kriege keine Luft.
Gleich passiert es wieder, gleich tut es weh, nein, will das nicht.
Es tut so weh.
Es macht ihm Spaß, er mag es, es gefällt ihm.
Er küsst mich, immer wieder.
Auf und ab, wie bei Hoppe-Hoppe Reiter.
Ich mochte dieses Spiel, früher,
als er das noch nicht machte, ja da mochte ich es.
Jetzt nicht mehr, jetzt hasse ich dieses Spiel,
mag es nicht mehr spielen auch nicht im Kindergarten.
Er macht komische Geräusche, es tut so weh.
Es wird immer doller, immer schneller.
Bald ist es vorbei.
Wo ist Danny? Will zu meinem Bruder.
DANNY! schreie ich in Gedanken, er hört es, ich weiß es genau,
kann seine Gedanken lesen.
Was ist nur los? Sehe mich, nein uns Papi und mich, von oben.
Es sieht komisch aus. Es passt nicht zusammen.
Er ist viel zu groß, ich bin zu klein, es passt nicht zusammen.
Er macht komische Bewegungen.
Seine Augen, er sieht glücklich aus.
Will tot sein,
so wie Putzi unser Wellensittich, der schläft jetzt auch, für immer.
Will auch schlafen, für immer, nie wieder aufwachen,
tot sein.
Aber er ist glücklich, er ist froh.
Papa macht es Spaß, muss lieb sein!
Und dann, dann stöhnt er ganz laut.
Es ist vorbei. Es tut so weh!
Er gibt mir noch einen Kuss.
Warst ein lieber Engel, der liebste Engel den es gibt! flüstert er mir zu.
Es tut so weh. Es blutet, ich blute!
Warum? Was ist passiert? Verstehe es nicht! Warum...
Ich mag es nicht, will das doch nicht.
Hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi!
Es ist normal. hat er gesagt, immer wieder, es ist normal.
Glaube ihm, er ist ja groß, ist erwachsen.
Erwachsene haben immer Recht, bin doch nur ein Kind.
Hab Miriam im Kindergarten gefragt, sie hat gesagt,
ihr Papa macht es auch mit ihr.
Aber es tut so weh, es blutet.
Frage mich immer wieder, warum?
Wo ist Mama, warum macht sie nichts dagegen?
Sie weiß es doch! Sie hat uns doch gesehen, als er, als wir!
Beim letzten mal.
Sie hat nichts gemacht, nur geguckt. Nichts gesagt, stand nur in der Tür.
Er hat sie angeschrieen, warum schreit mein Papa meine Mama an?
Dann ist sie gegangen, hat nichts gesagt, nie.
Kein Wort, nur, das ich nichts sagen darf,
Niemandem, niemals!
Es ist normal. hat sie gesagt.
Muss das glauben, will ja lieb sein, ein Engel sein!
Laufe zu Danny, er hält mich fest!
Hast du Aua? fragen seine Gedanken, ich muss weinen!
Er hat auch Aua! Er spürt dasselbe wie ich, jedes mal.
Spürt immer wenn ich Aua habe, genauso doll wie ich.
Er nimmt mich in seine Arme, seine kleinen Arme,
sind doch noch so klein, so schlafen wir ein,
Arm in Arm in der Ecke, ganz allein, wo ist Mami?
Frage mich immer und immer wieder
Papi, warum?
hab dich doch so lieb, will doch dein Engel sein,
Papi warum?
WARUM?
Will tot sein, wie Putzi, für immer schlafen, wie Putzi, tot sein
Warum, warum nur? Warum

UNTER DEN GEDICHTEN STAND FOLGENDE BITTE:
JEMAND HAT SICH DIE MÜHE GEMACHT, DIESES GEDICHT ZU SCHREIBEN.GIB ES BITTE AN SO VIELE MENSCHEN WIE MÖGLICH WEITER!
WIR WOLLEN VERSUCHEN ES IN DER GANZEN WELT ZU VERBREITEN,DAMIT DIE MENSCHEN ENDLICH VERSTEHEN WORMUN ES GEHT...

EINMAL MEHR
Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich Dich einschlafen sehe, würde ich Dich besser zudecken.
und zu Gott beten, er möge Deine Seele schützen.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich Dich zur Türe rausgehen sehe,
würde ich Dich umarmen und küssen
und Dich für einen weiteren Kuss zurückrufen.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich Deine Stimme höre
ich würde jede Geste und jedes Wort auf Video aufzeichnen,
damit ich sie Tag für Tag Wiedersehen könnte.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich einen Moment innehalten kann,
um zu sagen "Ich liebe Dich"
anstatt davon auszugehen, dass Du weist,
dass ich Dich liebe.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich da sein kann, um den Tag mit Dir zu teilen,
weil ich sicher bin, dass es noch manchen Tag geben wird,
sodass ich diesen einen verstreichen lassen kann.

Es gibt sicherlich immer ein "morgen"
um ein "Versehen/Irrtum" zu begehen.
und wir erhalten immer eine 2. Chance
um einfach alles in Ordnung zu bringen.

Es wird immer einen anderen Tag geben,
um zu sagen "ich liebe Dich".
und es gibt sicher eine weitere Chance
um zu sagen: "Kann ich etwas für Dich tun?"

Aber nur für den Fall, dass ich falsch liegen sollte
und es bleibt nur der heutige Tag
möchte ich Dir sagen, wie sehr ich Dich liebe,
und ich hoffe, dass wir nie vergessen,
das "Morgen" ist niemandem versprochen
weder jung noch alt
und heute könnte die letzte Chance sein
die Du hast, um Deine Lieben fest zu halten.

Also, wenn Du auf Morgen wartest
Wieso tust Du's nicht heute?
Falls das "Morgen" niemals kommt
wirst Du bestimmt bereuen.
dass Du Dir keine Zeit genommen hast,
für ein Lächeln, eine Umarmung oder einen Kuss
und Du zu beschäftigt warst, um jemanden etwas zuzugestehen,
was sich im Nachhinein als sein letzter Wunsch herausstellt.

Halte Deine Lieben heute ganz fest
und flüstere ihnen ins Ohr,
sag' ihnen, wie sehr Du sie liebst.
und dass Du sie immer lieben wirst.

Nimm Dir die Zeit zu sagen "Es tut mir leid"
"Bitte verzeih' mir", "Danke", oder "Ist in Ordnung"
und wenn es kein "Morgen" gibt.
musst Du den heutigen Tag nicht bereuen.

ZUM THEMA ABTREIBUNG:

5. OKTOBER:
Heute begann mein Leben.
Meine Eltern wissen es noch nicht,
aber ich bin schon da.
Ich werde ein Mädchen sein... mit blondem Haar und blauen Augen.
Alle meine Anlagen sind schon festgelegt,
auch dass ich eine Schwäche für Blumen haben werde.

19. OKTOBER:

Manche sagen, ich sei noch gar keine richtige Person,
sondern nur ein Zellklumpen.
Aber ich bin eine richtige Person,
genauso wie eine kleine Brotkrume eben Brot ist.
Meine Mutter existiert.
Ich auch.

23. OKTOBER:

Jetzt öffnet sich schon mein Mund.
Denke nur, in ungefähr einem Jahr werde ich lachen und später sprechen.
Ich weiß, was mein erstes Wort sein wird:
MAMA, oder vielleicht auch PAPA.

25. OKTOBER:

Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen.
Von jetzt an wird es für den Rest meines Lebens schlagen,
ohne jemals innezuhalten, etwa um auszuruhen.
Und nach vielen Jahren wird es einmal ermüden.
Es wird stillstehen, und dann werde ich sterben.

2. NOVEMBER:

Jeden Tag wachse ich etwas.
Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an.
Aber es wird noch lange dauern,
bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen und in die Arme meiner Mutter laufen kann
und bis ich mit diesen kleinen Armen Blumen pflücken
und meinen Vater umarmen kann.

12. NOVEMBER:

An meinen Händen bilden sich winzige Finger.
Wie klein sie sind!
Ich werde damit einmal meiner Mutter übers Haar streichen können.

20. NOVEMBER:

Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt,
dass ich hier unter ihrem Herzen lebe.
O wie glücklich sie doch sein muss!
Bist du glücklich, Mama?

25. NOVEMBER:

Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus.
Aber sie wissen ja gar nicht,
dass ich ein kleines Mädchen bin.
Ich möchte gern Susi oder Maria heißen.
Ach, ich bin schon so groß geworden!

29.NOVEMBER:

Ich freue mich schon auf den Tag,
wenn ich in den Kindergarten und in die Schule komme.
Mama wird bestimmt mit mir zufrieden sein.

10. DEZEMBER:

Mein Haar fängt an zu wachsen.
Es ist weich und glänzt so schön.
Was für Haare die Mama wohl hat?

13. DEZEMBER:

Ich kann schon bald sehen.
Es ist dunkel um mich herum.
Wenn Mama mich zur Welt bringt,
werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen.
Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen.
Wie siehst du wohl aus, Mama?

17. DEZEMBER:

Ich habe schon 2 Geschwister,
ich werde mich sicher gut mit ihnen verstehen.

24. DEZEMBER:

Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzens hört?
Manche Kinder kommen etwas kränklich zur Welt.
Aber mein Herz ist stark und gesund.
Es schlägt so gleichmäßig: bum-bum, bum-bum.
Mama, du wirst eine gesunde kleine Tochter haben!

26.DEZEMBER:

Vielleicht werde ich ja mal eine gute Tänzerin,
oder eine gute Musikantin.
Ich werde meine Talente schon entdecken.
Mama hilft mir bestimmt dabei.

28. DEZEMBER:

Heute haben mich meine Mutter und mein Vater umbringen lassen




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